Ein Urteil aus Norwegen, zwischen dem eines norwegischen Kryptoinvestors und dem skandinavischen Bankenriesen Nordea, hat ein Gerichtsverfahren darüber abgeschlossen, wie Konten an Krypto-Währungsbörsen von Banken verwaltet werden. Das Gericht in Oslo entschied schließlich zugunsten der Bank und argumentierte, dass das „erhöhte Risiko“ des Bitcoin-Handels mit Bitcoin Era es der skandinavischen Bank ermöglichte, das Konto eines Benutzers zu schließen.

Diese Angelegenheit wurde von einem Norweger namens Sturle Sunde vor Gericht gebracht, der im Dezember 2017 auf die Entscheidung von Nordea reagierte, Konten an der norwegischen Kryptowährungsbörse Bitmynt AS zu schließen. Die Entscheidung, das Konto von Sunde zu schließen, sei auf „Bedenken hinsichtlich unzureichender Mechanismen zur Bekämpfung der Geldwäsche“ sowie auf mögliche Risiken im Zusammenhang mit der Terrorismusfinanzierung zurückzuführen.

Norwegen will Bitcoin verbieten

Darüber hinaus konnte sich Sunde aufgrund der Art dieser Aussetzung nicht beim norwegischen Brønnøysund Register Center anmelden, was zur Begründung der begrenzten Haftung von Sunde notwendig war. Das für die Angelegenheit zuständige Gericht in Oslo hat jedoch die Klagen von Sunde abgewiesen und stattdessen entschieden, dass Nordea sich bei der Schließung seines Kontos nicht geirrt hat, da das Gericht erklärte, dass das von Kryptowährungen getragene Risiko als so schwerwiegend angesehen werden könnte, dass es der Bank rechtfertigte, ihre Dienstleistungen zu verweigern, und sich auf eine Bestimmung des norwegischen Finanzkontraktgesetzes berief.

Das Gericht wies auch auf Sunde’s Sicherheitspraktiken als einen Bereich hin, der es rechtfertigte, dass die Bank seinem Konto näher kam. Sunde hat seine persönliche Expertise und Intuition genutzt, um potenziell verdächtige Situationen zu entdecken. Darüber hinaus nutzte er auch den Kundenkontakt sowie den Wallet Explorer, um vertrauenswürdige Parteien zu finden – was die Bank nicht für ausreichend hielt, um das Risiko des Kryptowährungshandels abzuschrecken.

Es scheint jedoch, dass das Gericht das Ausmaß dieses Urteils nicht vollständig erfasst. Sunde wies zu Recht darauf hin, dass dieses Urteil praktisch ein norwegisches Verbot von Kryptowährungen oder zumindest den Handel mit Bitcoin nach sich ziehen würde, wenn es für alle Investoren durchgesetzt würde. Sunde erklärte weiter, dass er von dem Urteil sehr enttäuscht sei und dass er gegen die Entscheidung Berufung einlegen werde.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat Sunde seine Rechtskosten selbst finanziert. Sie haben inzwischen eine beträchtliche Summe von 124.000 Dollar erreicht. Sunde sagte, dass er, um weitere rechtliche Schritte zu finanzieren, sehr wohl darauf achten könnte, dass seine Bemühungen gedrängt werden. Es ist nicht unmöglich, dass das Geld tatsächlich von der Gemeinschaft bezogen werden kann, da es sich um eine wichtige Entscheidung handelt – und die schwerwiegende Auswirkungen auf die norwegische Bitcoin-Gemeinschaft haben könnte.